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Der Kampf um Lehrlinge wird bald beginnen Drucken
Noch ist es zwar so, dass nicht jeder Auszubildende im Landkreis eineLehrstelle findet. Allerdings hat sich die Situation in den vergangenen Jahren enorm verbessert. Darüber freute sich Landrat Klaus Peter Söllner im Medienhaus Baumann.
Dort wurde gestern der Startschuss für den Ausbildungspreis der Bayerischen Rundschau gegeben. Dass der positive Trend auf dem Lehrstellenmarkt im Landkreis anhält, daran sei der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft maßgeblich beteiligt, so der Landrat. „Ab 2010 wird der Kampf um Auszubildende einsetzen“, ist er sich sicher. Weitsichtige Firmen würden darauf reagieren und sich sich bereits jetzt mit Nachwuchskräften eindecken. Zum fünften Mal vergeben die Bayerische Rundschau und der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft die beiden jeweils mit 750 Euro dotierten Preise.

Ein Preis, so informierte Verlagsleiter Bernd Müller, geht an das Unternehmen, das in den vergangenen drei Jahren ein positives Verhältnis zwischen Auszubildenden und sozialpflichtig Beschäftigen aufweisen kann. „Hier sind auch kleinere Betriebe aufgerufen, mitzumachen“, betonte er. Beim Ausbildungs- Sonderpreis werden Müller zufolge motivierte Lehrlinge gesucht, die ein Signal für qualitative Ausbildung setzen. „Wir wollen jungen Leuten eine heimatnahe Lehrstelle bieten“, umriss er das Ziel des Wettbewerbs. Mit der Vergabe des Ausbildungspreises habe Kulmbach eine Vorreiterrolle übernommen, erläuterte der Verlagsleiter, der darauf verwies, dass inzwischen auch Bamberg und Lichtenfels einen ähnlich gelagerten Wettbewerb ausgeschrieben haben.

 „Wir haben ein kleines Signal gesetzt und eine große Resonanz erzielt“, freute er sich. Mit Verlagsleiter Bernd Müller gehören der Jury an: Landrat Klaus Peter Söllner, Annegret Kühne und Dr. Michael Pfitzner vom Arbeitskreis Schule-Wirtschaft, Wolfgang Brückner vom Industrie- und Handelsgremium sowie Kreishandwerksmeister Heinz Vogel. Der Landrat erklärte, dass sich im Landkreis Kulmbach im Bereich der beruflichen Bildung Vieles verbessert hat. Das berufsbildende Zentrum habe enorme Zuwachszahlen, „zum Teil gegen den oberfränkischen Trend“. Sein Dank galt vorallem der Bayerischen Rundschau, dem Hauptsponsor des Ausbildungspreises.

Dr. Michael Pfitzner appellierte an die Firmen („Es sind nicht nur die Großen gefragt“), den Mut zu haben, sich zu bewerben. „Dieser Wettbewerb ist auch ein Imageträger“, betonte er. Man müsse bei den jungen Leuten publik machen, dass es auch vor Ort hervorragende Firmen mit Top-Ausbildungsmöglichkeiten gibt. Dazu Dr. Pfitzner: „Gute Leute müssen ihr Heil nicht in der Ferne suchen.“ Mitmachen können übrigens auch Betriebe, die sich den Ausbildungspreis in den Vorjahren schon einmal gesichert haben. Bewerbungsschluss ist der 26. September. Die Preise werden verliehen am Tag vor der Kulmbacher Ausbildungsmesse, die am 18. Oktober stattfindet. Welcher prominente Politiker diesmal zu Gast sein wird, steht allerdings noch nicht fest. - Carmen Tiroch
Quelle: Bayerische Rundschau vom 02.07.2008